Dienstag, 21. Februar 2017

Der Karma-Post (es geht um Intoxication)

Wer kennt es nicht, das Gefühl dass jede weitere Zufuhr von bewusstseinsverändernden Substanzen a ned wirklkich mehr bringen würd um die Uhrzeit.

Das is üblicherweise der Zeitpunkt an dem ich mich auf polnische Art nicht verabschiede im Club oder irgendwohin liegen geh auf einer Privatpartie.

Diese Momente zählen leider zu den enttäuschendsten Erfahrungen eines - ich sag mal - Bewusstseinsenthusiasten weil die Gegenwart einen plötzlich einholt wie ein D-Zug. Weil man will ja auf der Welle surfen solang es geht. Die Welle is ja auch außerhalb von Raum und Zeit. Das Tanzen, die interessanten Gespräche etc... Das alles passiert außerhalb eines Ablaufdatums, schließlich ist der Abend ja noch jung und wir haben alle Zeit er Welt.

Also gefühlt.

Weil in Wirkliiiiiiichkeit geht die Zeit ja unaufhaltsam weiter. Ohne dass wirs merken. Und wir werden müde. Und das Alter holt uns ein. Und wenn man plötzlich allein da sitzt, weil man müde is vom tanzen oder der genauso illuminierte Gesprächspartner aus dem Blick verschwunden ist - dann kommen die Dämonen, die man bisher so erfolgreich verdrängt hat und nesten sich im  Kopf ein.

Also bei mir ist dieses Runterkommen vom intoxicated high schon üblich. Ich red ja nicht mal von irgendwelchen fancy Drogen, das fängt ja schon bei Alkohol an und zieht sich durch die ganze mir bekannte Bandbreite (ich bin aber eh ein Vaserl, gibt genug Zeug dass ich noch nicht ausprobiert hab und dass ich wohl auch ned ausprobieren werd sonst könnt ich aus Lebensablehnung eh gleich wieder zum Rauchen anfangen).

Deswegen gibts After hours. Weil jeder dort das Runterkommen fürchtet und die Tränen die einem beim Heimgehen unaufhaltsam in die Augen schiessen. Sie sind alle ein einsamer Bunch. Manche sind in Beziehungen aber genauso einsam. Zumindest glaub ich das im Rahmen der üblichen Unschärfe.

Wir tun uns das aber trotzdem an weil es ja doch das kleine Abenteuer verspricht, die Euphorie auf der Tanzfläche oder das Schmusen mit dem Fremden. Woher sollen wir uns diese kleinen Ausreißer auch sonst holen.

Daheim halt ich mich an eine eiserne Regel: was da is gehört so schnell wie möglich weg damit man sich nicht daran gewöhnt. Bei mir kann das niemals Normalität werden, ich langweilig mich viel zu schnell. Ich bin wohl ein schlechter Abhängiger, zumindest von irgendwelchen Substanzen. Beziehungen sind da weit anhänglicher. Und zerstörerischer.


1 Kommentar:

  1. Wenig Schreibfehler für meinen angeheiterten Zustand. Klingt sogar nach Bobo. *bislschulterklopf* Schon irgendwie leiwand sein Zeug zu lesen wenn man sich kaum erinnern kann. Bisl wie Weihnachten.

    AntwortenLöschen