Stell dir vor deine Hand durchschlägt die Erde unter der du begraben liegst
Dein Haupt aus der Oberfläche des Ozeans schiesst, unter dem du seit Tagen in der Dunkelheit getrieben bist
Dass alle verzerrten Gesichter, die dir begegnen, wieder zu Partnern werden
Dass Worte wieder verstanden werden und du körperlich fühlst was dir ein Freund anvertraut
Dass deine Musik wieder im Rythmus mit deinem Blut pumpt
Wenn du nicht mehr auf einem Drahtseil spazierst sondern einen betretbaren Weg verfolgst
Wenn Haptik wieder spürbar
Und Akkustik wieder hörbar wird
Wenn der surrende Tinnitus in deinem Kopf mit der natürlichen Frequenz deiner Umgebung verschmiltzt
Dein Bewusstsein weiter strahlt als der Raum den dein Kopf einnimmt
Dass du dich fühlst wie ein Samenkorn dass die Frühlingserde durchstößt
Dann findest du wieder die Kraft aufzustehen, dich aufzustützen,
dich wieder als kommunizierendes Gefäß zu fühlen wo zuvor nur irgendwie den Tag hinter sich bringen angesagt war.
Dann hast du den Tiefpunkt überstanden
Und es war wieder keine Erkenntnis oder eine Erfahrung die dich rausgeholt hat.
Es war wieder nur die Flut, die die Ebbe abgelöst hat, im ewigen Spiel des Meeres deines Bewusstseins.
Die Frage ist dann immer die gleiche: ist es das was mich von anderen trennt, diese Abgründe?
Oder sind wir alle so geformt, manche stärker, manche schwächer.
Gewöhnen werde ich mich nie daran.
Aber daraus aufzuwachen lässt mein Blut pulsieren und meine Muskeln flexen und ich spür im Ansatz mein Potential aufscheinen, das so viele Zeit meines Lebens versperrt ist wie in einem Tresor.
Für immer so aufzuwachen wär der Himmel für mich.
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