Mittwoch, 22. Februar 2017

Schwierige Geburt

Ich kann dir nicht in die Augen sehen weil ich dich benutz.

Ich nehm dich und schärfe dich mit meinem Geist zu einer Klinge.

Mit der ich mir immer wieder die selben verschwielten Stellen aufritze. Immer wieder die alten Wunden anbohre.

Und weil ich das insgeheim weiss kann ich dich nicht ansehen. Ich mach dich zu einem Instrument anstatt dich als das zu sehen was du bist und sein willst: ein ganz normaler Mensch. Ich schäm mich dafür.

Ich weiss nicht warum ich mich selbst verletze. 

Ich weiss dass das das letzte ist was du willst.

Aber irgendwo ist es wohl eine Methode dich zu einem Teil von mir zu machen. Denn so berührst du mich wenigstens. Bis in mein Herz. An den ganz schlechten Tagen.

Denn wenn du schon nicht DER Mensch für mich sein kannst, der an meiner Seite steht, so bist du wenigstens DER Mensch der mir am meisten Schmerz zufügt. Ich glaub in einem kranken Geist wie meinem ergibt das irgendwo Sinn. 

Wenn ich die Magie, die ich in der sehe, nicht für mich gewinnen kann und deswegen gegen mich richte: so sehen alle irgendwann was du bedeutest mir bedeutest oder? 

Es ist wie wenn ein Verdurstender einer Fata Morgana in die Wüste folgt: so lauf ich dir hinterher und versuch dich zu fangen. Im Kopf. Weil überall sonst bist du für mich sowieso verloren. 

Seit ich dich kenne vergeht die Zeit nicht, zermalmt die Abfolge von Tag und Nacht alles zu Wüstenstaub. Aber ich entdecke dich immer wieder, finde die Oase. Und dann bist du über Nacht wieder weg. Und ich stolper weiter durch die Einöde. Soll ich dich nicht weitersuchen, in der Gefahr gänzlich verloren zu gehen? Was wenn ich niemanden wie dich finde? Dieses Risiko! Und selbst wenn du auf immer weg bist: ich weiss ja dass du da draussen bist...

Eternal sunshine of the spotless mind i guess...




author's note: Manche Sachen sind echt schwer zu veröffentlichen...

2 Kommentare:

  1. Manchmal ist der Schmerz, den man kennt die Zuflucht vor dem Ungewissen und fühlt sich an wie Geborgenheit.

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