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| yeah that was me, fuckin sue me! |
Freitag, 24. Februar 2017
Donnerstag, 23. Februar 2017
Reunion
Stell dir vor deine Hand durchschlägt die Erde unter der du begraben liegst
Dein Haupt aus der Oberfläche des Ozeans schiesst, unter dem du seit Tagen in der Dunkelheit getrieben bist
Dass alle verzerrten Gesichter, die dir begegnen, wieder zu Partnern werden
Dass Worte wieder verstanden werden und du körperlich fühlst was dir ein Freund anvertraut
Dass deine Musik wieder im Rythmus mit deinem Blut pumpt
Wenn du nicht mehr auf einem Drahtseil spazierst sondern einen betretbaren Weg verfolgst
Wenn Haptik wieder spürbar
Und Akkustik wieder hörbar wird
Wenn der surrende Tinnitus in deinem Kopf mit der natürlichen Frequenz deiner Umgebung verschmiltzt
Dein Bewusstsein weiter strahlt als der Raum den dein Kopf einnimmt
Dass du dich fühlst wie ein Samenkorn dass die Frühlingserde durchstößt
Dann findest du wieder die Kraft aufzustehen, dich aufzustützen,
dich wieder als kommunizierendes Gefäß zu fühlen wo zuvor nur irgendwie den Tag hinter sich bringen angesagt war.
Dann hast du den Tiefpunkt überstanden
Und es war wieder keine Erkenntnis oder eine Erfahrung die dich rausgeholt hat.
Es war wieder nur die Flut, die die Ebbe abgelöst hat, im ewigen Spiel des Meeres deines Bewusstseins.
Die Frage ist dann immer die gleiche: ist es das was mich von anderen trennt, diese Abgründe?
Oder sind wir alle so geformt, manche stärker, manche schwächer.
Gewöhnen werde ich mich nie daran.
Aber daraus aufzuwachen lässt mein Blut pulsieren und meine Muskeln flexen und ich spür im Ansatz mein Potential aufscheinen, das so viele Zeit meines Lebens versperrt ist wie in einem Tresor.
Für immer so aufzuwachen wär der Himmel für mich.
Mittwoch, 22. Februar 2017
Schwierige Geburt
Ich kann dir nicht in die Augen sehen weil ich dich benutz.
Ich nehm dich und schärfe dich mit meinem Geist zu einer Klinge.
Mit der ich mir immer wieder die selben verschwielten Stellen aufritze. Immer wieder die alten Wunden anbohre.
Und weil ich das insgeheim weiss kann ich dich nicht ansehen. Ich mach dich zu einem Instrument anstatt dich als das zu sehen was du bist und sein willst: ein ganz normaler Mensch. Ich schäm mich dafür.
Ich weiss nicht warum ich mich selbst verletze.
Ich weiss dass das das letzte ist was du willst.
Aber irgendwo ist es wohl eine Methode dich zu einem Teil von mir zu machen. Denn so berührst du mich wenigstens. Bis in mein Herz. An den ganz schlechten Tagen.
Denn wenn du schon nicht DER Mensch für mich sein kannst, der an meiner Seite steht, so bist du wenigstens DER Mensch der mir am meisten Schmerz zufügt. Ich glaub in einem kranken Geist wie meinem ergibt das irgendwo Sinn.
Wenn ich die Magie, die ich in der sehe, nicht für mich gewinnen kann und deswegen gegen mich richte: so sehen alle irgendwann was du bedeutest mir bedeutest oder?
Es ist wie wenn ein Verdurstender einer Fata Morgana in die Wüste folgt: so lauf ich dir hinterher und versuch dich zu fangen. Im Kopf. Weil überall sonst bist du für mich sowieso verloren.
Seit ich dich kenne vergeht die Zeit nicht, zermalmt die Abfolge von Tag und Nacht alles zu Wüstenstaub. Aber ich entdecke dich immer wieder, finde die Oase. Und dann bist du über Nacht wieder weg. Und ich stolper weiter durch die Einöde. Soll ich dich nicht weitersuchen, in der Gefahr gänzlich verloren zu gehen? Was wenn ich niemanden wie dich finde? Dieses Risiko! Und selbst wenn du auf immer weg bist: ich weiss ja dass du da draussen bist...
Eternal sunshine of the spotless mind i guess...
author's note: Manche Sachen sind echt schwer zu veröffentlichen...
Dienstag, 21. Februar 2017
Der Karma-Post (es geht um Intoxication)
Wer kennt es nicht, das Gefühl dass jede weitere Zufuhr von bewusstseinsverändernden Substanzen a ned wirklkich mehr bringen würd um die Uhrzeit.
Das is üblicherweise der Zeitpunkt an dem ich mich auf polnische Art nicht verabschiede im Club oder irgendwohin liegen geh auf einer Privatpartie.
Diese Momente zählen leider zu den enttäuschendsten Erfahrungen eines - ich sag mal - Bewusstseinsenthusiasten weil die Gegenwart einen plötzlich einholt wie ein D-Zug. Weil man will ja auf der Welle surfen solang es geht. Die Welle is ja auch außerhalb von Raum und Zeit. Das Tanzen, die interessanten Gespräche etc... Das alles passiert außerhalb eines Ablaufdatums, schließlich ist der Abend ja noch jung und wir haben alle Zeit er Welt.
Also gefühlt.
Weil in Wirkliiiiiiichkeit geht die Zeit ja unaufhaltsam weiter. Ohne dass wirs merken. Und wir werden müde. Und das Alter holt uns ein. Und wenn man plötzlich allein da sitzt, weil man müde is vom tanzen oder der genauso illuminierte Gesprächspartner aus dem Blick verschwunden ist - dann kommen die Dämonen, die man bisher so erfolgreich verdrängt hat und nesten sich im Kopf ein.
Also bei mir ist dieses Runterkommen vom intoxicated high schon üblich. Ich red ja nicht mal von irgendwelchen fancy Drogen, das fängt ja schon bei Alkohol an und zieht sich durch die ganze mir bekannte Bandbreite (ich bin aber eh ein Vaserl, gibt genug Zeug dass ich noch nicht ausprobiert hab und dass ich wohl auch ned ausprobieren werd sonst könnt ich aus Lebensablehnung eh gleich wieder zum Rauchen anfangen).
Deswegen gibts After hours. Weil jeder dort das Runterkommen fürchtet und die Tränen die einem beim Heimgehen unaufhaltsam in die Augen schiessen. Sie sind alle ein einsamer Bunch. Manche sind in Beziehungen aber genauso einsam. Zumindest glaub ich das im Rahmen der üblichen Unschärfe.
Wir tun uns das aber trotzdem an weil es ja doch das kleine Abenteuer verspricht, die Euphorie auf der Tanzfläche oder das Schmusen mit dem Fremden. Woher sollen wir uns diese kleinen Ausreißer auch sonst holen.
Daheim halt ich mich an eine eiserne Regel: was da is gehört so schnell wie möglich weg damit man sich nicht daran gewöhnt. Bei mir kann das niemals Normalität werden, ich langweilig mich viel zu schnell. Ich bin wohl ein schlechter Abhängiger, zumindest von irgendwelchen Substanzen. Beziehungen sind da weit anhänglicher. Und zerstörerischer.
Das is üblicherweise der Zeitpunkt an dem ich mich auf polnische Art nicht verabschiede im Club oder irgendwohin liegen geh auf einer Privatpartie.
Diese Momente zählen leider zu den enttäuschendsten Erfahrungen eines - ich sag mal - Bewusstseinsenthusiasten weil die Gegenwart einen plötzlich einholt wie ein D-Zug. Weil man will ja auf der Welle surfen solang es geht. Die Welle is ja auch außerhalb von Raum und Zeit. Das Tanzen, die interessanten Gespräche etc... Das alles passiert außerhalb eines Ablaufdatums, schließlich ist der Abend ja noch jung und wir haben alle Zeit er Welt.
Also gefühlt.
Weil in Wirkliiiiiiichkeit geht die Zeit ja unaufhaltsam weiter. Ohne dass wirs merken. Und wir werden müde. Und das Alter holt uns ein. Und wenn man plötzlich allein da sitzt, weil man müde is vom tanzen oder der genauso illuminierte Gesprächspartner aus dem Blick verschwunden ist - dann kommen die Dämonen, die man bisher so erfolgreich verdrängt hat und nesten sich im Kopf ein.
Also bei mir ist dieses Runterkommen vom intoxicated high schon üblich. Ich red ja nicht mal von irgendwelchen fancy Drogen, das fängt ja schon bei Alkohol an und zieht sich durch die ganze mir bekannte Bandbreite (ich bin aber eh ein Vaserl, gibt genug Zeug dass ich noch nicht ausprobiert hab und dass ich wohl auch ned ausprobieren werd sonst könnt ich aus Lebensablehnung eh gleich wieder zum Rauchen anfangen).
Deswegen gibts After hours. Weil jeder dort das Runterkommen fürchtet und die Tränen die einem beim Heimgehen unaufhaltsam in die Augen schiessen. Sie sind alle ein einsamer Bunch. Manche sind in Beziehungen aber genauso einsam. Zumindest glaub ich das im Rahmen der üblichen Unschärfe.
Wir tun uns das aber trotzdem an weil es ja doch das kleine Abenteuer verspricht, die Euphorie auf der Tanzfläche oder das Schmusen mit dem Fremden. Woher sollen wir uns diese kleinen Ausreißer auch sonst holen.
Daheim halt ich mich an eine eiserne Regel: was da is gehört so schnell wie möglich weg damit man sich nicht daran gewöhnt. Bei mir kann das niemals Normalität werden, ich langweilig mich viel zu schnell. Ich bin wohl ein schlechter Abhängiger, zumindest von irgendwelchen Substanzen. Beziehungen sind da weit anhänglicher. Und zerstörerischer.
ich bin so faul, wenn ich eine partei gründen würde, ich würd sie asdf nennen
10:00 Aufwachen.
Umdrehen.
11:00 Telefon läutet
Anruf abwürgen, umdrehen.
12:00 Auwachen
Umdrehen
13:00 Aufwachen
Schlechtes Gewissen wegen Uhrzeit
Umdrehen
13:15 Aufwachen
Schlechtes Gewissen wegen Uhrzeit und wegen der Dinge die ich von gestern auf heute verschoben hab
Umdrehen
13:30 Aufwachen
Schlechtes Gewissen wegen Uhrzeit
Umdrehen
14:00 Finales Aufwachen
Weiteres Umdrehen ummöglich, der Tag muss wohl als real akzeptiert werden
14:05 Klo gehen, die in der Wohnung verteilten Medikamente nehmen. Plan erstellt welche Dinge, die ich heute erledigen könnte, doch morgen viel besser machen könnte.
14:30 Hunger kommt auf, einhergehend mit schlechtem Gewissen welche Fast Food Variante die moralisch unverwerflichste ist. Kochen natürlich weit ausserhalb einer annehmbaren Tätigkeit.
14:45 Erinnerungen an die emotionale Talsohle von gestern kommen hoch. Deswegen natürlich der ausgiebige Schlaf. Um dem ganzen noch die richtige Schärfe zu verleihen hört man die passende Musik also:
Also Rotz und Wasser heulen für die nächsten 5 Minunten und zum vierzigsten Mal in den letzten 2 Jahren, auch weil jede Textzeile natürlich auf dich zutrifft du Dodl. Vergleichbar mit den letzten 10 Minuten am Heimweg von der Sauna besoffen um 6 in der Früh am Samstag. Frag mich immer noch was die Frau auf der Gegenstraßenseite gedacht hat.
Naja, ich glaub das heisst Katharsis, sagt mir wikipedia.
15:12 Seelische Reinigung offensichtlich immer noch nicht beendet.
Also Final Fantasy für den Rest des Tages und Pestonudeln für den Feinschmecker. Morgen vielleicht dann produktiver (also muss sein, weil da sind wirklich Termine ausgemacht, ich Wahnsinniger!)
Montag, 20. Februar 2017
FML
Mein Wunsch: Du fragst mich statt deinen Freund was du mir zum Essen mit nehmen kannst
Meine Realität: Ich trag mein Subway Sackerl allein heim
Die Differenz zwischen Wunsch und Realität: 3 Minunten
Nur Grund Nummer 57 warum ich neben dir nicht funktionier *stirnauftischplattehau*
Freitag, 17. Februar 2017
Donnerstag, 16. Februar 2017
Gebrauchte Tage
Die letzten Tage war es fucking hart zu schreiben. Nicht nur weils nix zu sagen gab sondern auch weil ich mich einfach verkriechen wollte.
Hätte ich heut nicht einen wichtigen Arzttermin gehabt, ich wär wohl nicht aufgestanden. Den Beratungstermin beim Tattoo-Artist hab ich auch abgesagt: ich kann mich im Moment für nix entscheiden und ganz ehrlich, mich würde ein Tattoo gerade ziemlich anficken.
Bin wohl wieder im Stillstandmodus; alles bewahren wie es is, kein Risiko eingehen, viel schlafen.
Gleichzeitig kommen mir die Tränen wenn ich eine Nachricht bekomme weil wer an mich denkt oder mir wo weiterhilft. Wenn ihr das liest: ihr wisst wen ich meine. Danke dafür!
Ich hab schon überlegt ob ich überhaupt auf whatsapp und Handy scheissen soll. Manchmal postet man eine Idee oder ein Angebot in eine Gruppe und es kommt nicht mal ein Nein interessiert nicht oder so. Niemand bedankt sich. Ich hass es wenn solche Gespräche keinen Abschluss finden. Das ist auch mein Problem mit Tinder und ähnlichem: Die Gespräche sind nie zu Ende, und ich hab immer das Bedürfnis noch was zu sagen oder mich zu verabschieden und so. Ich glaub da bin ich wirklich, wirklich altmodisch. Heut hab ich mir einer sehr alten Freundin von mir geschrieben. Sie hat mir so erzählt wie oasch es grad bei ihr is, ich hab ihr Hilfe angeboten. Als ich ihr dann geschrieben hab wie schwierig meine Situation grad is - is darauf gar nichts mehr gekommen. Nicht mal ein Baba oder so. Das versteh ich nicht. Ich mein, es ist doch normal dass man zumindest irgendwas sagt oder? Selbst wenn man nicht weiterhelfen kann oder will oder so. Aber gar nichts?
An so Scheißtagen fällt mir dann auch wieder auf wie leicht es für sie ist mir ein Lächeln ins Gesicht zu setzen. So schlecht kann der Tag nicht sein, sie schafft es immer. Natürlich stellt sich die Frage wies für mich wär wenn sie so selbstverständlich wär wie meine Freunde oder Familie. Ich weiss, mit selbstverständlich werd ich viele wieder beleidigen. Aber ich mein das nicht so. Ich hab einfach Vertrauen in euch, dass ihr nicht abhaut und verschwindet. Dass wir uns auf Augenhöhe begegnen. Das is bei ihr nicht so und deswegen is ihr Einfluss auf mich auch so viel stärker.
Ich bin heut ziemlich frustriert aus dem AKH heim gegangen (mehr dazu später) und dann hab ich an sie gedacht und ihre Art und mir sind die Tränen an der Kreuzung ins Gesicht geschossen. Ich hab erstmal schlucken müssen bevor ich in die Bäckerei gegangen bin, dort der Verkäuferin kaum ins Gesicht geschaut damit die nichts mitbekommt.
Gleichzeitig lieb ich diese Ausbrüche aber eh, immerhin holen sie mich aus dem Trott raus der die letzten Tage bestimmt hat. Ich freu mich aber ebenso über jeden der mal nachfragt wies bei mir aussieht, nicht nur weil er mir was zu erzählen hat, sondern einfach aus Interesse an mir.
Es ist einfach so dass man sich an so Tagen fühlt als hätte einen die Welt vergessen. Man verbringt die meiste Zeit des Tages in Warteräumen mit anderen Kranken, wo eh schon jeder keinen Bock hat irgendwem näher zu kommen. Heut hat ein junges Mädel aller herum beschimpft im Wartesaal: Kanalratte und so weiter zu einer wirklich netten Frau. Ich hab den Mund gehalten aber lange hätt ichs nicht ausgehalten. Das war gerade an der Grenze. Ich hätt aber wohl irgendwas zu der Dame sagen sollen. Aber ja, nur nicht provozieren...
Dann kommt man heim und schläft und spielt stundenlang seine Games um den Tag rum zu bekommen. Irgendwie die Zeit rumkriegen. Auf was man wartet weiss man nicht. Wohl drauf dass was passiert was einen rausholt aus dem Alltag. Draussen gibt es eine Welt aber von der bekommt man nix mit. So spannend is die eh nicht....
Ab jetzt Gesundheitszeugs:
Der HNO-Spezialist hat gemeint jetzt wo ich mit dem Rauchen aufgehört hab werden sich alle meine Probleme lösen. Er ist der erste der das sagt. Also irgendwas in die Richtung es würde sowas wie Heilung für mich herausschauen. Es ist wohl noch eine OP notwendig, irgendwann in ein paar Monaten, man muss ja so lang warten. Er hat gemeint durchs Rauchen konnte sich die Nasenschleimhaut nicht richtig regenerieren. Deswegen is es immer noch chronisch. Und die Nasenscheibewandverkrümmung würde dann auch gleich korrigiert neben den Polypen. Den Allergietest hat er abgeschmettert: laut ihm bin ich nicht gegen Staub allergisch. Hab ich mir eh gedacht in die Richtung...
Das mühsame ist dass mir meine Allgemeinärztin keine Überweisung schreiben wollte/konnte weil sie irgendeinen Wisch aus dem AKH braucht. Ich bin dann zu einem HNO den sie mir empfohlen hat ("der schreibt ihnen das sicher"), aber natürlich ist der für 3 Wochen ausgebucht und es braucht ja eine Untersuchung...
IHR ARSCHLÖCHER, ich werd ständig untersucht, dutzende Befunde gibts von meiner Krankheit. Warum kann man das nicht zentral abrufen? Schön langsam hab ich das Gefühl es wird alles absichtlich so bürokratisch kompliziert gehalten weil das Arbeitsplätze schafft. Mein Arbeitgeber und meine Kollegen machen das ja auch nicht viel anders...
Jedenfalls rechne ich nicht früher als 4 Monate mit einer OP. Wär dann wieder mitten im Sommer wie letztes Jahr also yay, Teil des Sommers im Arsch. Aber es ist natürlich einen Versuch wert.
Ich hab heut auch als Vorbereitung fürs Wochenende ein Aprednislon genommen. Einfach weil dort viel geraucht werden wird wo ich hinschau, auch wenn ich mir jetzt in der Stimmung gar nicht vorstellen kann irgendwas zu unternehmen am Wochenende. Der HNO hat auch witzig reagiert. Auf die Frage wann und wieviel Kortison ich das letzte Mal genommen hab und ich geantwortet hab: 25mg 4 Tage, er: also nix! Das war cool denn das bestätigt mich darin dass meine Dosierung nicht gefährlich für mich ist. Ich les ja auch immer in den Asthma und CS-Gruppen mit und die Leute dort sind ganz ander Dosierungen gewohnt. Da sind so arme Schweine dabei, die können nicht mal aus dem Haus, haben ständig diesen Druck auf der Lunge, können nicht schlafen, sind dauernd am rotzen und husten... Kaum noch Lebensqualität.
Ob ich am Wochenende wirklich fortgeh, keine Ahnung Ich hab keinen Plan wie ich die nächsten Tage füllen soll. Immerhin bin ich ganz brav und mach zumindest jeden zweiten Tag meine Stimmübungen.
Puh, das war jetzt glaub ich alles, bin doch ein bisl müde jetzt. Morgen wird auch anstrengend, viel Zeit mit ihr. Aber wohl auch cool. Mal schauen ob ichs auf die Party schaff auf die ich eingealaden bin...
Sonntag, 12. Februar 2017
Krähen am Horizont
Es ist so schwierig die wirklich tiefgehenden, ins Mark gehende Fragmente, die einem im Leben begegnen, einzufangen und weiterzugeben.
Mir passiert es so oft dass ich unterwegs bin und dann find ich mich in einer gewissen Stimmung, die ich tradieren will, die sich plötzlich zu einer Form in meinem Kopf ergibt. Zu etwas das ausgedrückt werden will und vor allem auch ausgedrückt werden kann. Dann bin ich aufgeregt, egal ob das jetzt ein Reim ist, der die Grundlage für einen Raptext sein könnte weil er so clever ist und so nice flowt. Oder obs das Microversum ist, in dem gerade alles nur aus schwarzen und grauen Schattierungen besteht ausser den Lichtern der Autos auf der Autobahn, während mich meine Eltern nach Wien bringen und ich die Kopfhörer aufsetz und Jose Gonzales hör weil jeder andere Ton von Radio Wien nicht zu meiner Stimmung passt, dieser abgrundtiefen Melancholie, die alles einhüllt und verhüllt wie ein samtschwarzer Vorhang am Ende eines Theaterstücks.
Diese letzte Episode ist die Grundlage dieses Textes hier. Denn ich würde diese Stimmung so gerne an euch weitergeben, weiter beschreiben, weil sie so wahrhaftig gewirkt hat und halt auch schmerzvoll war und ein Teil dieses Blogs besteht halt auch darin euch weiterzugeben, was diese inherente Melancholie für mich heisst. Ich kanns nicht anders wiedergeben als über Bilder und Metaphern. Diese aber zu finden, die richtige Form dafür zu finden, ist so immens schwer wenn man nicht im Moment ist. Und in den meisten dieser Momenten ist es nicht möglich darüber zu schreiben. In der Ubahn kann ich nicht freestylen weil mich jeder für wahnsinnig hält. Im Auto meiner Eltern ist mein Laptop nicht dabei. Und so weiter.
So bleibts dann so oft nur dabei in der Metaebene drüber zu schreiben wie ein Kritiker über einen Film anstatt selber zum Regisseur zu werden und produktiv zu sein.
Ich trau mich jetzt nicht anfangen den Text über die Krähen und die Dunkelheit anzufangen weil alles wie ein schaler Abklatsch des Momentes wirkt. So wie wenn ein Kriegsreporter über den Krieg in Syrien aus seinem Wiener Büro schreibt anstatt in Aleppo unter den Menschen zu sein. Obwohl ich der selbe Mensch bin und gerade mal einen halbe Stunde vergangen ist bin ich doch eine Ewigkeit von diesem Moment entfernt.
Aber ich bins mir wohl wenigstens schuldig es zu probieren, also here goes:
Ein zartes Rauschen durch die Verkleidung des Mitteklassewagens
Versteckt hinter Fenstern, reflektieren die roten Rücklichter der Reisenden
Um uns herum die riesenhaften fedrigen Flügel schwarzer Krähen
Ein Horizont der uns umarmt und müde macht
Sodass die Lider fallen wie ein samtschwarzener Vorhang
Dieser Raum: eng wie ein Kokon eines schwarzen Schmetterlings
Wärme aus der Geborgenheit der Melancholie
Wie durch grauen Rauch die Sterne versteckt
Allein in seinem Microversum
Dahingleitend im ewignachtenden Tunnel
In dem alles nur mehr Nacht bleibt
Und es kein Morgen gibt
Zeitlos kniet der versteinerte Mann im einzigen Spotlight der Szene
Sein Torso von Tausend Schwertern aller Zeitalter durchstoßen
Unter ihm die Asche seiner ausgebrannten Essenz
Die seit seiner Geburt immer wieder entflammt
Und neue Ritter anlockt die ihn wieder niederstrecken
Kein Mond leuchtet ihm seine Silouette
In dieser Nacht
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| Als Bild würde das dann so ungefähr ausschauen :/ |
Naja in dem Text fehlt noch die Beschreibung der Rücklichter der anderen Autos und wie sie irgendwie im Nachhinein wie Glühwürmchen gewirkt haben. Und wie man das Kreischen der Krähen hört obwohl man sie gar nicht hört. Aber alles was man dann dazufügt ist dann halt auch immer mehr Erfindung, je weiter es zurückliegt und so... Ahja und wer die Dark Souls Referenz findet darf sie gerne behalten.
Was aber hilft ist die Musik aus dem Moment zu hören. In dem Fall:
Fuck, ich schwör ich wussste nix von den Vögeln in dem Video!
Ach das ist mal wieder ein konfuser Eintrag. Aber immer noch das beste was ich heut hinbekommen hab :3
Gmiatlichen Sonntag Abend ihr Lieben!
PS: Okay als Blocksatz ergibt das alles viel mehr Sinn *shamedmonkeyface*
Donnerstag, 9. Februar 2017
Fischglas
Manche Tage bleibt man müde.
Man wacht sowieso jeden Morgen als Tiefseetaucher aus der Zeit der industriellen Revolution auf, so mit schwerem Taucheranzug, Bleisteifeln und einem Helm mit beschlagenem Sichtfenster. Nur is der Helm voller Wasser und es schwimmen Fische und Krebse drin rum.
Bewegen is dann wie über den Meeresboden stampfen: der Grund gibt nach wie Sand und man torkelt dahin als hätte man einen Ozean voller Psychopax am Vorabend ge-ext. Jeder Versuch zu kommunizieren erfolgt durch einen Schlauch, durch dutzende Meter trüben Wassers.
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| Obwohl so ein Drill den Weg in die Arbeit schon etwas erleichtern/erheitern würde. |
Aber den anderen Morgenmalochern gehts ja auch nicht viel besser und so verbringt fast jeder in der Straßenbahn so seine eigenen Zeit im eigenen Aquarium.
Die mechanisch-elektronische Umgebung versucht, angefangen vom Terror-Wecker, einen aus diesem halbschlafartigen Traumzustand rauszureissen, mit dadaistisch anmutenden Soundscheiss und Fick-mich-und-mein-Produkt-Werbetafeln an jeder verdammten Ecke. So klinkt sich dann jeder in die eigene Welt mit Kopfhörer und Handyscreen und versucht möglicht noch ein paar Viertelstunden allein dahinlaben zu dürfen bevor man seine miese Morgenlaune vor den Kollegen überspielen darf. Das Morgenweckerl und der Kakao dienen zwar auch der Nahrungsaufnahme, ihr Hauptzweck ist aber viel simpler gestrickt: Don't fuck with me yet!
Wann sind wir als Spezies eigentlich an diese alpinen Miesantropen gezogen? Nur weil irgendwelche Bergbauern in der Vergangenheit ihre Produkte bei Sonnenaufgang auf die Märkte bringen mussten torkeln wir heut noch raus in unseren Zuchtteich bevor irgendeiner nur annähernd eine als Verstand zu bezeichnende Hirnfunktion hinbekommt. Dass Zombies DER Horror-Trope dieses bisherigen Jahrtausend ist hat auch mit dieser trüben Arbeitszeitenorganisation zu tun.
An manchen Tagen geht das Fischtankfeeling auch nicht weg, dann wird man einfach nicht munter. Arbeiten is dann wie Treiben am Meer. Von den Wellen hin und hergeschwapt macht man halt sein Ding und hofft mal an einer Insel zu stranden wo man mal rauskommt aus der Fischsuppe. Rauchen war so eine Exit, aber damn...
Man merkt das ja auch während des Tages, will seine Energie dann irgendwann doch vernünftig nutzen (die Arbeit ist da der falsche Ort um sich auszutoben ausser man hat so einen leiwanden Job HAHA) und dann kommt man heim und macht was, was einen in die Gegenwart holt, und dann is es wieder einmal plötzlich Mitternacht und man haut sich eh schon wieder ins Bett weil VIELLEICHT verbringt man mit etwas mehr Schlaf als in der Vornacht doch mehr Zeit außerhalb der Fischglocke.
Oder man schreibt dann doch noch einen Blogeintrag weil man ja doch noch irgendwas substanzielles zu seinem Finding-KidSune-Tag beitragen mag.
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| Propaganda der Propriateure! |
Leider liest man dann auch nochmal drüber und editiert weil Eitelkeit und Einfärben und so. Man will ja doch Qualität liefern. (Qualität kommt von Quälen btw).
Note to one self: please stop hitting that preview button :( you're just going to keep on writing!
Mittwoch, 8. Februar 2017
quality control
deppad freestylen um 1 in der Nacht
für 5 Minuten mehr zusammengebracht
als über an einem ganzen Arbeitstach
(nur so als statusupdate, der oigentliche Text is viel leiwander aber in der Form ned fertig und der wird wirklich gut; also mörder für meinen killerstatus quasi)
PEACE
für 5 Minuten mehr zusammengebracht
als über an einem ganzen Arbeitstach
(nur so als statusupdate, der oigentliche Text is viel leiwander aber in der Form ned fertig und der wird wirklich gut; also mörder für meinen killerstatus quasi)
PEACE
Dienstag, 7. Februar 2017
Seegurken stülpen ihre Organe ja auch nach aussen!
Gut jetz mal Schluss mit den Kinderein
Jetz mal wieder ein Eintrag zum Lesen, wo was drinnen steht was vielleicht auch wen interessiert und nicht nur so heulen zum Mond is. So schlechte Poesie halt. Will doch keiner lesen, kann man doch selber. Nervt wohl auch. Ich mags dann ja selbst nicht lesen. Aber öffentlich bleibts! Einmal veröffentlicht braucht mans nicht mehr zurücknehmen.
Also zum Problem des Tages:
(das is nämlich ein Problemblog daran wird sich nix ändern)
Also Entscheidungen treffen.
Das Leben ist nicht einfach Ketchup auf die Pommes tun.
So, viel intelektueller wirds nicht (inteleck mich am Arsch?) aber ich will auf was hinaus, keine Angst.
Also Ketchup is ja irgendwo immer gleich, das Zeug läuft ja nicht mal ab. Also mir is noch NIE abgelaufenes Ketchup untergekommen. Wenn ich also die Entscheidung treff: ich hau Ketchup auf meine Pommes dann is in der Entscheidung Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft enthalten.
Vergangenheit weil ich weiss wie Ketchup schmeckt.
Gegenwart weil ich ein Bedürfnis nach gezuckertem Tomatenschlaaz hab.
Und Zukunft weil meine Erwartung an das Ketchup wohl ziemlich sicher erfüllt wird.
Es ist also egal wo ich bin, zu welcher Uhrzeit, am Mond oder am Arsch: Meine Ketchupentscheidung wird mich nicht überraschen.
Und noch mehr: ich muss sie nie hinterfragen. Ketchup schmeckt mir nicht aus verschiedenen Gründen an verschiedenen Tagen unterschiedlich. Es ist immer gleich.
Na und jetzt gehts ans Eingemachte:
So angenommen ich verlass wen. Die Gründe warum ich das tu, die ändern sich so plötzlich. Das geht bei mir von Tag zu Tag!
Also ich hab so 10 Gründe warum ich dich jetzt verlassen muss, alles so Sachen wo ich hoff dass es mir dann besser geht. Und deswegen treff ich die Entscheidung und steh dazu. Und das sind alles gute Gründe, welche die mich über Wochen bewegt haben, die ich dir auch erklärt hab und du hast sie auch verstanden und das war alles relativ einfach dann, als ich dann endlich die Entscheidung getroffen hab: ja, ich mag dich zu sehr, es geht nicht.
Und dann kommt so ein Tag wie heute und mein Ketchup schmeckt auf einmal anders. Also nicht mehr nach Tomate und Zucker sondern nach Spinat und Thymian und ich frag mich: will ich echt Thymianspinatsoße auf meine Pommes? Ich mag doch immer noch meine Pommes mit der Soße essen, aber die schaut auf einmal so grün aus und riecht ganz anders (Einwurf: wenn ich was riechen würd aber wir wissen alle was ich mein).
Also übersetzt heisst das: Vielleicht bist es gar nicht du das mein Problem is sondern nur meine Obsession mit dir und mein Wahnsinn. Also zumindest teilweise. Weil du bist ja großartig. Aber heut fühl ich das nicht so sehr und dann erkenn ich so ein Schemen um mein Wesen herum und bin mir nicht sicher ob es mich soooo sehr steuert dass ich nicht unterscheiden kann zwischen echter Ergebenheit und dieser Obsession.
Und diese Unsicherheit macht mir Angst. Riesenangst meine Entscheidung aus falschen Motivationen zu treffen.
Das ganze geht dann ja noch tiefer weil ich das Ketchup-Problem nicht nur bei dir hab und nicht nur wegen meine Obsession mit dir sondern auch mit anderen Dingen.
Ich wär gern fokusiert und mit tougher Straightness
Doch bin ich leicht zu knicken wie mein schlaffer Penis.
Diese verfickten Perspektivwechsel sind es die mich so knicken und unsicher machen. Deswegen such ich immer Sicherheit und Geborgenheit und trau mir so wenig zu weil ich weiss dass meine Perspektive von einen auf den anderen Tag anders is.
Und ja, es hat damit zu tun dass wir uns ausgesprochen haben, dass ich dir über meinen Schmerz erzählen konnte und du mich mit mir selbst versöhnt hast weil du verstanden hast um was es mir geht. Weil ich gemerkt hab wie sehr du an mir hängst und weil mir das wieder Sicherheit gegeben hat dass du mich eh magst, so wie ich es versteh.
Aber ich hab dich heut mit ganz anderen Augen gesehen wie sonst, auf jeden Fall ganz anders als im Cafe letzten Samstag und das verwirrt mich so.
Gehts nur mir so? Dass man eine Entscheidung, die man 100% aus dem Herz getroffen hat, plötzlich so hinterfragt weil es vielleicht eine andere, auch unangenehme Erklärung gibt, für die die so hart erkämpfte Entscheidung plötzlich sinnloss wär?
Aber vielleicht heul ich in ein paar Tagen eh wieder rum wie ein Schlosshund und es is alles wie vorher. Ich finds so arg dass meine Psyche nicht wie meine Sinne funktionieren. Die sind oberflächlich gesehen immer gleich. Meine Psyche fühlt sich an wie eine Sinn aber es ist ein Maelstrom, ein ständig fliessender, schäumender, stobender, waschmaschinendrehnder Wasserwirbel, der mich Boot in alle möglichen Richtungen haut.
Und diesmal in eine Arschrichtung. So blöd.
Und so gschissen das jetzt klingt aber ich wünsch mir dass ich weiter unglücklich verliebt in dich bin damit ich nicht diese Entscheidung weiter hinterfragen muss...
Ich will nur dann nicht jemanden neuen treffen und draufkommen dass das alles umsonst war.
Naja aber selbst dann hätt ich über dich was gelernt, immerhin...
Ich fahr vorbei an einer Busstation
Nach einem Tag voller Arbeit kommt die Frustration
Aus mir entweicht und schleicht der Druck wie aus nem Luftballon
Und ihr Bloggerleser kriegt nun den Stuss davon.
Ich hab genug davon
Nein ich lüg ich lieb den Fluss davon
Diesen Mindfuck wie im Puffsalon
Ich riech den Duft davon
und renn vor Mösen wie im Suff davon
was ham die Toten in der Gruft davon?
Naja, kleine Übung am Ende. Sowas fällt mir komischerweise immer am leichtesten wenn ich in Bewegung bin. Flowen is leichter als zusammenhängende Sachen schreiben. Aber vielleicht wird das auch mal besser...
Also falls das wer fühlt, kann dann bitte ein hell yeah posten, würd mich freuen.
Jetz mal wieder ein Eintrag zum Lesen, wo was drinnen steht was vielleicht auch wen interessiert und nicht nur so heulen zum Mond is. So schlechte Poesie halt. Will doch keiner lesen, kann man doch selber. Nervt wohl auch. Ich mags dann ja selbst nicht lesen. Aber öffentlich bleibts! Einmal veröffentlicht braucht mans nicht mehr zurücknehmen.
Also zum Problem des Tages:
(das is nämlich ein Problemblog daran wird sich nix ändern)
Also Entscheidungen treffen.
Das Leben ist nicht einfach Ketchup auf die Pommes tun.
So, viel intelektueller wirds nicht (inteleck mich am Arsch?) aber ich will auf was hinaus, keine Angst.
Also Ketchup is ja irgendwo immer gleich, das Zeug läuft ja nicht mal ab. Also mir is noch NIE abgelaufenes Ketchup untergekommen. Wenn ich also die Entscheidung treff: ich hau Ketchup auf meine Pommes dann is in der Entscheidung Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft enthalten.
Vergangenheit weil ich weiss wie Ketchup schmeckt.
Gegenwart weil ich ein Bedürfnis nach gezuckertem Tomatenschlaaz hab.
Und Zukunft weil meine Erwartung an das Ketchup wohl ziemlich sicher erfüllt wird.
Es ist also egal wo ich bin, zu welcher Uhrzeit, am Mond oder am Arsch: Meine Ketchupentscheidung wird mich nicht überraschen.
Und noch mehr: ich muss sie nie hinterfragen. Ketchup schmeckt mir nicht aus verschiedenen Gründen an verschiedenen Tagen unterschiedlich. Es ist immer gleich.
Na und jetzt gehts ans Eingemachte:
So angenommen ich verlass wen. Die Gründe warum ich das tu, die ändern sich so plötzlich. Das geht bei mir von Tag zu Tag!
Also ich hab so 10 Gründe warum ich dich jetzt verlassen muss, alles so Sachen wo ich hoff dass es mir dann besser geht. Und deswegen treff ich die Entscheidung und steh dazu. Und das sind alles gute Gründe, welche die mich über Wochen bewegt haben, die ich dir auch erklärt hab und du hast sie auch verstanden und das war alles relativ einfach dann, als ich dann endlich die Entscheidung getroffen hab: ja, ich mag dich zu sehr, es geht nicht.
Und dann kommt so ein Tag wie heute und mein Ketchup schmeckt auf einmal anders. Also nicht mehr nach Tomate und Zucker sondern nach Spinat und Thymian und ich frag mich: will ich echt Thymianspinatsoße auf meine Pommes? Ich mag doch immer noch meine Pommes mit der Soße essen, aber die schaut auf einmal so grün aus und riecht ganz anders (Einwurf: wenn ich was riechen würd aber wir wissen alle was ich mein).
Also übersetzt heisst das: Vielleicht bist es gar nicht du das mein Problem is sondern nur meine Obsession mit dir und mein Wahnsinn. Also zumindest teilweise. Weil du bist ja großartig. Aber heut fühl ich das nicht so sehr und dann erkenn ich so ein Schemen um mein Wesen herum und bin mir nicht sicher ob es mich soooo sehr steuert dass ich nicht unterscheiden kann zwischen echter Ergebenheit und dieser Obsession.
Und diese Unsicherheit macht mir Angst. Riesenangst meine Entscheidung aus falschen Motivationen zu treffen.
Das ganze geht dann ja noch tiefer weil ich das Ketchup-Problem nicht nur bei dir hab und nicht nur wegen meine Obsession mit dir sondern auch mit anderen Dingen.
Ich wär gern fokusiert und mit tougher Straightness
Doch bin ich leicht zu knicken wie mein schlaffer Penis.
Diese verfickten Perspektivwechsel sind es die mich so knicken und unsicher machen. Deswegen such ich immer Sicherheit und Geborgenheit und trau mir so wenig zu weil ich weiss dass meine Perspektive von einen auf den anderen Tag anders is.
Und ja, es hat damit zu tun dass wir uns ausgesprochen haben, dass ich dir über meinen Schmerz erzählen konnte und du mich mit mir selbst versöhnt hast weil du verstanden hast um was es mir geht. Weil ich gemerkt hab wie sehr du an mir hängst und weil mir das wieder Sicherheit gegeben hat dass du mich eh magst, so wie ich es versteh.
Aber ich hab dich heut mit ganz anderen Augen gesehen wie sonst, auf jeden Fall ganz anders als im Cafe letzten Samstag und das verwirrt mich so.
Als ausgebildeter Grafiker hab ich natürlich Anschauungsmaterialien professionell hergestellt.
Fig.1 zeigt den gesunden Entscheidungsprozess der einem planbaren Lebenzugrunde liegt. Die sich überschneidenden Flächen sind sinnvolle Entscheidungsgrundlagen.
Fig.2 zeigt jedoch eine verwirrte, unstabile Persönlichkeit die ständig Mittelfinger in den Popo gesteckt bekommt und sich dann den ganzen Tag verwirrt und unwohl fühlt. Bitte auch Augenmerk darauf legen wie sich auch die anderen Flächen durch den unsteten Bewusstseinszustand des am Leben Seienden verändern!

Gehts nur mir so? Dass man eine Entscheidung, die man 100% aus dem Herz getroffen hat, plötzlich so hinterfragt weil es vielleicht eine andere, auch unangenehme Erklärung gibt, für die die so hart erkämpfte Entscheidung plötzlich sinnloss wär?
Aber vielleicht heul ich in ein paar Tagen eh wieder rum wie ein Schlosshund und es is alles wie vorher. Ich finds so arg dass meine Psyche nicht wie meine Sinne funktionieren. Die sind oberflächlich gesehen immer gleich. Meine Psyche fühlt sich an wie eine Sinn aber es ist ein Maelstrom, ein ständig fliessender, schäumender, stobender, waschmaschinendrehnder Wasserwirbel, der mich Boot in alle möglichen Richtungen haut.
Und diesmal in eine Arschrichtung. So blöd.
Und so gschissen das jetzt klingt aber ich wünsch mir dass ich weiter unglücklich verliebt in dich bin damit ich nicht diese Entscheidung weiter hinterfragen muss...
Ich will nur dann nicht jemanden neuen treffen und draufkommen dass das alles umsonst war.
Naja aber selbst dann hätt ich über dich was gelernt, immerhin...
Ich fahr vorbei an einer Busstation
Nach einem Tag voller Arbeit kommt die Frustration
Aus mir entweicht und schleicht der Druck wie aus nem Luftballon
Und ihr Bloggerleser kriegt nun den Stuss davon.
Ich hab genug davon
Nein ich lüg ich lieb den Fluss davon
Diesen Mindfuck wie im Puffsalon
Ich riech den Duft davon
und renn vor Mösen wie im Suff davon
was ham die Toten in der Gruft davon?
Naja, kleine Übung am Ende. Sowas fällt mir komischerweise immer am leichtesten wenn ich in Bewegung bin. Flowen is leichter als zusammenhängende Sachen schreiben. Aber vielleicht wird das auch mal besser...
Also falls das wer fühlt, kann dann bitte ein hell yeah posten, würd mich freuen.
Mittwoch, 1. Februar 2017
Manchester By the Sea
Langsamkeit. Schwebende Autofahrten. Skurile Begegnungen, die zwar witzig aber doch bedeutungslos bleiben.
Manchester By the Sea beginnt wie eine lockere Komödie, doch trägt der Film von Anfang an ein schwer fassbarres tragisches Element in sich. In seinem täglichen Leben funktioniert der Protagonist Lee zwar als Hausmeister, er eckt aber bei den Begegnungen mit anderen Mitmenschen immer wieder an. So werden die Avancen der Bewohnerinnen der von ihm betreuten Häuser mal ignoriert, mal brutal abgewehrt. Mancher Blick eines Barbesuchers endet in einer Schlägerei.
Lee struggelt, wurschtelt sich durch Boston, doch jagen ihn doch die Gespenster seiner Vergangenheit. Wie Schemen aus einem früheren Leben blitzen Flashbacks in die Wahrnehmung Lees und des Zuschauers. Die schwierige Ehe, die Nachricht von der Erkrankung seines Bruders - Lee ist ein haunted protagonist.
Erst der plötzliche Tod seines Bruders schmeisst ihn aus seiner gewohnten Umgebung. und lässt ihn in seine ehemalige Heimatstadt Manchester-By-the-Sea zurückkehren. Bei der Testamentvollstreckung erfährt Lee dass sein Bruder ihm das Sorgerecht für den 16-jährigen Sohn Patrick übertragen hat, ohne Lee davon in Kenntnis zu setzen. Diese plötzliche Verantwortung droht Lee vollends aus der Bahn zu werfen. Seine tragische Vergangenheit holt ihn ein und er tut alles um sich deren Bewältigung nicht aussetzen zu müssen.
Patrick hingegen steht voll im Leben, hat 2 Freundinnen, ist auf seiner Schule beliebt, spielt in einer Band und fährt für sein Leben gern mit dem Fischerboot seines verstorbenen Vaters auf See. Ihm stehen alle Möglichkeiten offen, gerade hier in Manchester. Lee hingegen will nichts anderes als zurück nach Boston, wieder alles hinter sich lassen. Gleichzeitig sind die beiden aber durch ihre familiären Bände verknüpft und wollen Teil vom Leben des anderen bleiben.
"Manchester By the Sea" fragt danach ob es wirklich die Verpflichtung des Menschen ist, jede seiner persönlichen Tragödien aufzuarbeiten. Ist es wirklich notwendig, Menschen in sein Leben zu holen, die einen, absichtlich oder nicht, verletzt haben? Müssen wir an die Orte unserer größten Niederlagen und Debakel zurückkehren damit wir als Menschen wachsen?
Der Regisseur und Autor Kenneth Lonnergan beantwortet diese Fragen mit einem überzeugten "Nein". Manche Wunden sind zu tief um zu heilen. Unser Verstand hat die Fähigkeit zu starken Schmerz vergessen zu machen und dieses Vergessen ist das einzige, das uns nicht verrückt werden läasst. Denn für manche Verletzungen kennt der Verstand keine Antwort und das Herz kein Salbung. Wir dürfen uns vor den Dämonen verstecken damit sie keine Macht über unser Leben bekommen, auch wenn wir sie vielleicht nie loswerden können. Gemeinsam mit den uns Liebenden ist es aber möglich diesen Erlebnissen einen Rang zu geben der sie erträglich macht. Der Held nicht stark und unbezwingbar werden, die Verwundungen nicht auf Teufel komm raus aushalten.
Stilistisch spielt der Film mit dem Bruch von Konventionen, etwa durch die vielen unerwarteten und unangekündigten Flashbacks. Es wechseln sich tragische und komische Momente im Minutentakt ab. Und gerade die große Offenbarung zu Lees Vergangenheit in der Mitte des Films wirkt nach der Langsamkeit des zuvor Gesehenen wie ein heftiger Schlag in die Magengrube. Der Film hat mehrere dieser Momente. So stecken auch die wenigen Auftritte von Michelle Williams als Exfrau Randi voller herzzerreisender Tragik aber auch verspielter Liebhaftigkeit. Überhaupt trägt das ganze Ensemble den Film mit starker Präsenz über die volle Distanz. Die spärlich eingesetzte Musik unterstreicht die emotionale Achterbahnfahrt des Films auf subtile wie dramatische Weise.
Jeder der gerade in einer traumatischen Phase in seinem Leben steckt wird viele Motive von "Manchester By the Sea" regelrecht aufsaugen. Tränen sind da fast garantiert. Schönes Charakterkino von dem man sich mehr wünschen würde :)
Hier noch ein Link zum Soundtrack: https://www.youtube.com/watch?v=b9iKo5piMwk
Manchester By the Sea beginnt wie eine lockere Komödie, doch trägt der Film von Anfang an ein schwer fassbarres tragisches Element in sich. In seinem täglichen Leben funktioniert der Protagonist Lee zwar als Hausmeister, er eckt aber bei den Begegnungen mit anderen Mitmenschen immer wieder an. So werden die Avancen der Bewohnerinnen der von ihm betreuten Häuser mal ignoriert, mal brutal abgewehrt. Mancher Blick eines Barbesuchers endet in einer Schlägerei.
Lee struggelt, wurschtelt sich durch Boston, doch jagen ihn doch die Gespenster seiner Vergangenheit. Wie Schemen aus einem früheren Leben blitzen Flashbacks in die Wahrnehmung Lees und des Zuschauers. Die schwierige Ehe, die Nachricht von der Erkrankung seines Bruders - Lee ist ein haunted protagonist.
Erst der plötzliche Tod seines Bruders schmeisst ihn aus seiner gewohnten Umgebung. und lässt ihn in seine ehemalige Heimatstadt Manchester-By-the-Sea zurückkehren. Bei der Testamentvollstreckung erfährt Lee dass sein Bruder ihm das Sorgerecht für den 16-jährigen Sohn Patrick übertragen hat, ohne Lee davon in Kenntnis zu setzen. Diese plötzliche Verantwortung droht Lee vollends aus der Bahn zu werfen. Seine tragische Vergangenheit holt ihn ein und er tut alles um sich deren Bewältigung nicht aussetzen zu müssen.
Patrick hingegen steht voll im Leben, hat 2 Freundinnen, ist auf seiner Schule beliebt, spielt in einer Band und fährt für sein Leben gern mit dem Fischerboot seines verstorbenen Vaters auf See. Ihm stehen alle Möglichkeiten offen, gerade hier in Manchester. Lee hingegen will nichts anderes als zurück nach Boston, wieder alles hinter sich lassen. Gleichzeitig sind die beiden aber durch ihre familiären Bände verknüpft und wollen Teil vom Leben des anderen bleiben.
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Trinkspiel: Jedes Mal einen Schnaps exen wenn man dieses Logo sieht!
"Manchester By the Sea" fragt danach ob es wirklich die Verpflichtung des Menschen ist, jede seiner persönlichen Tragödien aufzuarbeiten. Ist es wirklich notwendig, Menschen in sein Leben zu holen, die einen, absichtlich oder nicht, verletzt haben? Müssen wir an die Orte unserer größten Niederlagen und Debakel zurückkehren damit wir als Menschen wachsen?
Der Regisseur und Autor Kenneth Lonnergan beantwortet diese Fragen mit einem überzeugten "Nein". Manche Wunden sind zu tief um zu heilen. Unser Verstand hat die Fähigkeit zu starken Schmerz vergessen zu machen und dieses Vergessen ist das einzige, das uns nicht verrückt werden läasst. Denn für manche Verletzungen kennt der Verstand keine Antwort und das Herz kein Salbung. Wir dürfen uns vor den Dämonen verstecken damit sie keine Macht über unser Leben bekommen, auch wenn wir sie vielleicht nie loswerden können. Gemeinsam mit den uns Liebenden ist es aber möglich diesen Erlebnissen einen Rang zu geben der sie erträglich macht. Der Held nicht stark und unbezwingbar werden, die Verwundungen nicht auf Teufel komm raus aushalten.
Stilistisch spielt der Film mit dem Bruch von Konventionen, etwa durch die vielen unerwarteten und unangekündigten Flashbacks. Es wechseln sich tragische und komische Momente im Minutentakt ab. Und gerade die große Offenbarung zu Lees Vergangenheit in der Mitte des Films wirkt nach der Langsamkeit des zuvor Gesehenen wie ein heftiger Schlag in die Magengrube. Der Film hat mehrere dieser Momente. So stecken auch die wenigen Auftritte von Michelle Williams als Exfrau Randi voller herzzerreisender Tragik aber auch verspielter Liebhaftigkeit. Überhaupt trägt das ganze Ensemble den Film mit starker Präsenz über die volle Distanz. Die spärlich eingesetzte Musik unterstreicht die emotionale Achterbahnfahrt des Films auf subtile wie dramatische Weise.
Jeder der gerade in einer traumatischen Phase in seinem Leben steckt wird viele Motive von "Manchester By the Sea" regelrecht aufsaugen. Tränen sind da fast garantiert. Schönes Charakterkino von dem man sich mehr wünschen würde :)
Hier noch ein Link zum Soundtrack: https://www.youtube.com/watch?v=b9iKo5piMwk
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